Jetzt anmelden

Projekttitel: Urkundensammlung

Kategorie: Dialog

Name des Vereins: Franz Sales Haus

PLZ, Ort: 45138 Essen

Projekt-Internetseite oder Social Media Link:

Ansprechpartner*in: Claudia Rösner

Projektbeschreibung:

Vorschlag für den Ehrenamtspreis NRW Kategorie Dialog Für das Projekt Ehrenamt im Franz Sales Haus: Detlef Ester mit Martin Janisch - stellvertretend für ganz viele aktive und engagierte Ehrenamtliche und Klienten, die gemeinsam unterwegs sind und ganz unterschiedlichen Aktivitäten nachgehen Engagementname: Urkundensammlung Das Franz Sales Haus ist eine große Einrichtung für Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Behinderungen, die Unterstützung in den Bereichen Wohnen, Lernen, Arbeiten, Sport, Freizeit und Seelsorge bietet. Seit 2005 gibt es das Projekt Ehrenamt, das das Ziel hat, ehrenamtliches Engagement im Franz Sales Haus zu fördern. Durch den gezielten und begleiteten Einsatz von Ehrenamtlichen wird die Teilhabe von den Menschen mit Behinderung stark verbessert und vorangetrieben. Ein Vorreiter in Sachen Teilhabe und Inklusion ist Detlef Ester, der sich seit sieben Jahren ehrenamtlich für einen Klienten aus dem Franz-Sales-Haus engagiert. Detlef trifft sich an einem Tag in der Woche mit Martin, der in einer Wohngruppe des Franz Sales Hauses lebt und geistig und körperlich beeinträchtigt ist. Martin nutzt innerhalb bekannter Gebäude einen Rollator und ansonsten einen Rollstuhl. Er kommuniziert lautierend oder mit einfachen Elementen der unterstützten Kommunikation. Zusammen sind die beiden sehr aktiv. Sie erkunden mit einem Tandem das ganze Essener Stadtgebiet, sie schwimmen, gehen regelmäßig Schnitzel mit Pommes essen und haben auch schon einige Städtetouren und sogar gemeinsame Kurzurlaube unternommen. Als Martin in Rente ging, erhielt er von der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, in der er gearbeitet hat, eine Urkunde. Er war sehr stolz auf seine Urkunde und hat sie Detlef mit viel Freude gezeigt. Daraus hat sich bei Detlef die Idee entwickelt, mit Martin noch weitere Urkunden zu sammeln. Die erste gemeinsame Urkunde war das Froschabzeichen im Schwimmbad. Darauf folgte 2024 die Teilnahmeurkunde vom Silvesterlauf auf Zollverein – der Klient im Rollstuhl, von Detlef geschoben. 2024 wollten die beiden am Welterbelauf auf Zollverein mitmachen, es waren aber leider keine Hilfsmittel wie Rollstühle zugelassen. Sie durften aber immerhin alleine einen inoffiziellen Vorlauf machen, über den sie ebenfalls eine Urkunde und jede Menge Applaus erhielten, denn nicht nur Detlef schob den Klienten, sondern auch der Klient schob Detlef im Rollstuhl zumindest über die Ziellinie. Der Veranstalter des Welterbelaufs war so begeistert, dass er 2025 einen Rollstuhl-Demo-Lauf mit ins Programm aufnahm, an dem insgesamt fast 30 Rollstuhlnutzende teilnahmen. 2026 ist das neue Vorhaben die gemeinsame Teilnahme am Firmenlauf in Essen. Eigentlich sind auch hier keinerlei Hilfsmittel erlaubt, jedoch gibt es schon die Aussicht auf eine Sondergenehmigung von Seiten der Veranstalter, mit denen Detlef unermüdlich in Kontakt steht. Detlef zeigt uns, dass Barrieren mit Beharrlichkeit und ganz viel Engagement nach und nach abgebaut werden können und dass echte Teilhabe ermöglicht werden kann, wenn man nur will und alle an einem Strang ziehen. Damit ist er ein tolles Vorbild für uns!!! 1. Gesellschaftliche Wirkung (Social Impact) Durch gemeinsame Freizeitaktivitäten fördern Detlef und Martin Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie zeigen wie regelmäßige, maßgeschneiderte Aktivitäten Barrieren abbauen, das Selbstwertgefühl des Klienten stärken und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen erhöhen. Zielgruppe: Menschen mit geistiger, psychischer und körperlicher Behinderungen, die häufig auf Unterstützung bei der Teilnahme an Freizeitaktivitäten, kulturellen Veranstaltungen oder sportlichen Ereignissen etc. angewiesen sind. Relevanz: Für Martin: Förderung von Mobilität, Ermöglichung sozialer Teilhabe und Identitätsstärkung Für die Gesellschaft, genaugenommen Veranstalter von sportlichen Wettbewerben: Sichtbarmachen von Barrieren im Alltag, Einsatz dafür, diese abzubauen, quer zu denken und alternative Ideen für alle zu finden 2. Gruppenstruktur Im Franz Sales Haus sind Ehrenamtliche in fast allen Bereichen aktiv und engagiert. Die Hauptaufgabe der Ehrenamtlichen ist überall die Unterstützung individueller Förderung, beispielsweise durch Angebote der Freizeitgestaltung. Detlef Ester ist der ehrenamtliche Impulsgeber, der gemeinsam mit dem Klienten Aktivitäten plant, durchführt und Erlebnisse dokumentiert (Urkunden, Fotobücher über gemeinsame Erlebnisse). Ehrenamtliche im Franz Sales Haus arbeiten eng mit den Fachkräften in ihren Einsatzbereichen zusammen, werden angeleitet und haben Ansprechpartner für Absprachen, Nachfragen und Reflexionen. Über das Projekt Ehrenamt finden zudem regelmäßige Treffen, Workshops und Danke-Veranstaltungen statt. So wird ein Gemeinschaftsgefühl gefördert und Wertschätzung vermittelt. • Bedeutung der Ehrenamtlichen: Detlef ist initiierend, motivierend und verlässlich; er unterstützt den Klienten bei der Teilnahme an Aktivitäten und sorgt für Sicherheit, Begleitung und Würdigung. • Unterstützung: Fachliche Begleitung durch Einrichtungen des Franz-Sales-Hauses, organisatorische Unterstützung durch Veranstalter und Ansprechpartner für Barrierefreiheit. 3. Kooperation und Finanzierung: Das Projekt Ehrenamt ist ein fester Bestandteil der Franz Sales Wohnen GmbH. Es gibt eine feste Stelle für die Koordination der Ehrenamtlichen (Ermittlung von Bedarfen, Akquise, Kennen lernen, Zuteilung, fortlaufende Begleitung zusätzlich zur Begleitung in den konkreten Einsatzbereichen etc.). Die Ehrenamtlichen selbst engagieren sich unentgeltlich in ihrer freien Zeit. 4. Nachhaltigkeit: Detlef Ester verfolgt immer neue Ideen. Für ihn gilt, das Barrieren Hindernisse sind, aber noch lange kein Grund, sich von irgendetwas abhalten zu lassen. Er sieht in Martin einen gleichwertigen Partner, der die gleichen Chancen auf Teilhaben haben soll, wie alle anderen. Dies treibt ihn an und er scheut bei der Umsetzung seiner Ideen keine Mühen. An den oben genannten Beispielen lässt sich erkennen, wie sich sein Engagement auch für andere Menschen mit Beeinträchtigungen auswirkt – nämlich dass z.B. die Organisatoren von Sportveranstaltungen auf einmal inklusive Möglichkeiten finden, so dass auch Menschen mit Hilfsmitteln mitmachen können. Dies ist für uns eine tolle Inspiration und regt zur Nachahmung an!

Projekt Bild / Vereinslogo:

Projekt Video:

Podcast:

Präsentation:

166
Stimmen
1,260
Aufrufe
6 Months
Seit gepostet!

Beendet seit 161 days, 1 hours and 48 minutes