VEZ Ehrenamtspreis NRW – Bildungspatenschaften

Projekttitel: Bildungspatenschaften

Name des Vereins: Rom e.V. - Vereinigung für die Verständigung von Rom (Roma und Sinti) und Nicht–Rom e. V.

PLZ, Ort: 50672 Köln

Internetseite: https://www.romev.de/

Telefon: 0221 2786075

Ansprechpartner*in: Marion Krämer

Vereinsfunktion: Geschäftsführerin

Beschreiben Sie Ihr Projekt. Was macht es besonders? (max. 1000 Zeichen) *

Die Bildungspatenschaften sind seit 10 Jahren integraler Bestandteil des pädagogischen Projekts Amaro Kher (AK) des Rom e.V. Das Angebot ist für Kinder im Alter von 10-17 Jahren aus Flüchtlings-/Zuwanderer-Familien, die wegen ihrer familiären Situation, Kriegs- und Fluchterfahrungen, mangelnder Schulerfahrung, emotionaler und sozialer Besonderheiten Stabilisierung und Unterstützung benötigen. Die Pat*innen ergänzen das pädagogische Angebot von AK. Vor dem Beginn wird mit den AK-Pädagog*innen geklärt, was das betreffende Kind braucht. Meist das Kennenlernen kindgerechter Angebote: gemeinsame Besuche von Spielplatz, Schwimmbad, Bücherei etc. oder Anbindung an Vereine/Jugendzentren. Die Pat*innen sind hierfür wichtige Begleiter. So können die Kinder/Jugendlichen ihre seelischen Widerstandskräfte entwickeln, lernen sie einzusetzen, um sich besser integrieren zu können. Die Auseinandersetzung mit der oftmals sehr anderen Lebensrealität des Kindes verändert überdies den Blick der Pat*innen.

Welches gesellschaftliche Problem wollen Sie mit Ihrem Projekt lösen? (max. 100 Wörter):

Kindern aus Flüchtlings- und Zuwandererfamilien möchten wir bessere Chancen eröffnen, um ihnen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die Pat*innen von AK bauen für die Kinder (und ihre Familien) Brücken, um ihnen die Orientierung in einem für sie fremden System zu erleichtern. Die Angebote der Pat*innen sind individuell auf die Bedürfnisse der Kinder angepasst und bieten echte Unterstützung im Alltag. Die Bindung, die so zwischen Pat*innen und Kindern aufgebaut wird, unterstützt die auf Resilienzförderung angelegte pädagogische Arbeit von AK. Die Kontakte helfen, Stereotype und Vorurteile abzubauen und schaffen die Möglichkeit, eine Willkommens-Kultur umzusetzen, zu erleben und zu leben.

Gab es Projekt- oder Kooperationspartner? Wenn ja, welche?:
Kölner Freiwilligenagentur (Vermittlung von Ehrenamtlichen), interne Kooperation mit Bleiberechtsprojekt des Rom e.V. (Patenschaftsprojekt für junge Erwachsene und Familien - Vernetzung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten)

Gab es eine Projektfinanzierung? Wenn ja, durch wen?
Amaro Kher (AK) wird in der Hauptsache von der Stadt Köln und dem LVR finanziert, die Kosten für gemeinsame Unternehmungen (Eintrittsgelder, Fahrkarten etc.) werden aus diesem Budget vom Rom e.V. getragen, es werden keine Aufwandsentschädigungen bezahlt

Wie viele Ehrenamtliche haben an diesem Projekt mitgewirkt? bis dato 57
Welche Altersgruppen sind unter Euren Ehrenamtlichen vertreten:? von 21-71 Jahre alt (hauptsächlich bis 40 Jahre alt)
Beschreiben Sie die Aufgaben der Ehrenamtlichen: Grundsätzlich muss die Bereitschaft bestehen, die Kinder mit ihrem besonderen Förderbedarf und die oft sehr problematischen Familien- und Lebensbedingungen als Ausgangspunkt der eigenen Tätigkeit offen zu akzeptieren. Pat*innen sollten bereit sein, sich mit der Geschichte der Roma oder/und ihren Flüchtlingsbiographien zu beschäftigen. Wichtig ist, dass sie Geduld und Einfühlungsvermögen haben, um Vertrauen aufzubauen. Die Begleitung eines Kindes sollte wenigstens für ein Jahr möglich sein. Es wird erwartet, dass die Treffen mit dem Kind mindestens alle zwei Wochen stattfinden, um Kontinuität und Verlässlichkeit zu ermöglichen. Besonders wichtig ist, die eigene Freude am Lernen, Mut und Sicherheit auf das Patenkind zu übertragen. Oft genug sind Pat*innen vor allem bei Umschulungen oder Schulwechsel eine wichtige Unterstützung. Das kann z.B. dadurch geschehen, dass sie mit den Kindern benötigtes Schulmaterial kaufen, den Schulweg üben, Möglichkeiten der Hausaufgabenbetreuung ausfindig machen oder ggf. mit den Eltern auch zum Elternsprechtag gehen. In der Regel geht es um das Kennenlernen kindgerechter Angebote im gesellschaftlichen Umfeld: gemeinsame Besuche von Spielplatz, Kino, Schwimmbad und Bücherei oder die Anbindung an den örtlichen Fußballverein oder das Jugendzentrum. Oft wünschen sich die Kinder gemeinsame Aktivitäten wie Basteln oder Backen, die dann bei den Pat*innen stattfinden.
Durchführungszeitraum : Pro Patenschaft mindestens ein Jahr (Beginn: 2011), in der Regel dauern Patenschaften zwischen 3-4 Jahre (haben auch Patenschaften, die schon 8 Jahre dauern); oft genug wird auch der Kontakt nach dem offiziellen Ende der Patenschaft aufrecht erhalten
Kategorie:Bildung

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