Projekttitel: Niedrigschwellige medizinische Versorgung für wohnungslose u. sozial benachteiligte Menschen
Kategorie: Humanitäre/Flüchtlingshilfe
Name des Vereins: CAYA e.V. Köln
PLZ, Ort: 51063 Köln
Projekt-Internetseite oder Social Media Link:
Ansprechpartner*in: Prof. Dr. Mark Oette
Projektbeschreibung:
Die CAYA-Praxis in Köln ist ein innovatives medizinisches Versorgungsprojekt für obdachlose u. sozial benachteiligte Menschen sowie für Personen ohne Krankenversicherung. Der Verein CAYA e. V. u. die Praxis wurden 2021 gegründet, um Menschen, die vom regulären Gesundheitssystem ausgeschlossen sind, einen niedrigschwelligen, kostenfreien u. würdevollen Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Die ärztliche Behandlung erfolgt durch ein Team aus etwa 20 ehrenamtlich tätigen Ärztinnen u. Ärzten verschiedener Fachrichtungen. Sie stellen ihre fachliche Kompetenz unentgeltlich zur Verfügung u. schließen damit eine gravierende Versorgungslücke. Der Praxisbetrieb wird durch angestellte Medizinische Fachangestellte, Gesundheits- u. Krankenpflegerinnen sowie Mitarbeitende in Administration sichergestellt. Diese Struktur ermöglicht Kontinuität, Verlässlichkeit u. professionelle Abläufe. Die Praxis ist auf dem Gelände der MülHEIMer Arche in Köln-Mülheim in Praxiscontainern angesiedelt u. eng mit weiteren sozialen Hilfsangeboten vernetzt. Angeboten wird eine hausärztliche Grundversorgung, einschl. der Behandlung akuter u. chronischer Erkrankungen, Wundversorgung u. einfacher Diagnostik. Pro Jahr werden ca. 500 bedürftige u. obdachlose Menschen in insgesamt rund 1.500 Behandlungskontakten medizinisch versorgt. Ein zentrales Merkmal ist der unbürokratische Zugang: Es sind weder Ausweisdokumente noch eine Krankenversicherung erforderlich. Die Behandlung erfolgt unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus u. Lebenssituation nach dem Leitgedanken „Come as you are“. Zudem kooperiert das Projekt mit dem Sozialdienst Katholischer Männer (SKM), der in der MülHEIMer Arche ein niedrigschwelliges Beratungsangebot vorhält. Dieses ergänzt die Projektarbeit insbesondere für Menschen in prekären Lebenslagen. Ziel der Beratung ist es, die Teilnehmenden bei der Vermittlung in das medizinische Regelleistungssystem zu unterstützen sowie Perspektiven für gesicherte Wohn- u. Aufenthaltsverhältnisse zu eröffnen. Durch die enge Zusammenarbeit können Unterstützungsbedarfe frühzeitig erkannt u. passgenaue Hilfen initiiert werden. Die Kooperation trägt dazu bei, Zugangsbarrieren abzubauen, Stabilisierung zu fördern u. nachhaltige Verbesserungen der Lebenssituation der Zielgruppe zu ermöglichen. Das detaillierte Praxiskonzept ist der Bewerbung als PDF beigefügt.
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